Füllkraft und Menge trennen
Fill Power beschreibt das Volumen einer bestimmten Daunenmenge unter festgelegten Prüfbedingungen. Füllgewicht bezeichnet die eingesetzte Menge. Ein hoher Fill-Power-Wert allein garantiert keine wärmere Jacke.
Größe und Konstruktion beachten
Prüfe, auf welche Konfektionsgröße sich das Füllgewicht bezieht und wie die Füllung verteilt ist. Nähte, Kammern, Länge und Obermaterial beeinflussen die Nutzung. Aus einem Produktfoto lässt sich die Wärmeleistung nicht zuverlässig ableiten.
Füllkraft ist nicht Füllmenge
Unter vergleichbaren Prüfbedingungen nimmt dieselbe Daunenmasse bei höherer Füllkraft mehr Volumen ein. Das Füllgewicht nennt dagegen die eingesetzte Menge. Beide Angaben beantworten unterschiedliche Fragen: Wenig stark bauschende Daune bietet nicht automatisch dieselbe Abdeckung wie eine längere, reichlich gefüllte Jacke.
Größe, Kammern und Verteilung
Frage, auf welche Größe sich das angegebene Füllgewicht bezieht und ob Körper, Ärmel und Kapuze mitgezählt sind. Kammern halten die Füllung an ihrem Platz; ihre Bauweise beeinflusst dünnere und dickere Bereiche. Eine kurze Jacke und ein langer Parka lassen sich nicht allein anhand der Füllgramm vergleichen.
Prüfmethode und Tragezweck
Bewahre Einheit und Prüfmethode zusammen mit dem Füllkraftwert auf, denn Messungen sind nicht immer identisch. Windschutz, Oberstoff, Schnitt und Kleidung darunter beeinflussen den Komfort. Auf Reisen können Packmaß und Gewicht zählen; bei längerem Stehen im Freien sind Abdeckung und Verteilung der Isolierung wichtiger.
Vergleichbare Angaben sammeln
Frage nach Füllmaterial, Füllkraft und Füllgewicht für eine bestimmte Größe. Vergleiche ähnliche Größen und Konstruktionen; eine einzelne höhere Zahl ordnet zwei Jacken nicht zuverlässig nach Wärme. Fehlt eine Angabe, behandle sie als unbekannt und leite sie nicht aus Fotos ab.
